Mittwoch, 16. April 2014
Ein Dienstag in Buenos Aires
Ein ganz lieber Gruss an die Geburtstagskinder diesen Monats, Nele und Volker! Ich hoffe die Post liefert;) und es bleibt Kuchen fuer euch uebrig bei drei kleinen grossen Kuchenfans:). Ich hoffe es geht euch gut!

Jeder der bisher mit einer Postkarte aus Patagonien gerechnet hat oder gerne eine haette, zaehlt sicher zu dem Satz der Karten, die aus El Calafate bis heute nicht in Deutschland angekommen ist. Falls einer von euch eine Postkarte mit einer Briefmarke mit dem Gletscher bekommen, schreibt mir mal eine kurze Nachricht.

Lieben Dank an die bucklige Verwandtschaft.

Unsere Wohnung ist gerade leer, die Chicas zum Studieren ausgeflogen und ich soeben aus San Telmo zurueckgekehrt. Bus fahren ist so ziemlich der guenstigste Kostenposten hier in Buenos Aires, aber ich habe beschlossen nun zur Schule zu Fuss zu gehen. Von frischer Luft laesst sich in der Rush hour nicht reden, aber wenigstens stehe ich mit dem Bus nicht im Stau. Die Hausaufgaben sind erledigt, aber es gibt noch viel zu lernen. Ich verwechsele die Worte fuer Pferd, Haare und Zwiebel, verheiratet und warm, aber immerhin liegt meine Erfolgsquote bei 100 Prozent jemanden anderes einen Weg zu erklaeren. In solch einer Stadt gehen die Leute wohl weniger dvon aus ich koennte Touristin sein.

Desto laenger ich an einem Ort bleibe, desto mehr Krempel kann ich gebrauchen. Unsere WG braucht dringend einen Flaschenoeffner und ich brauche doch noch einen Adapter fuer die Steckdosen.

In der Schule habe ich seit gestern Unterricht in einer Klasse. Sie besteht genau aus einem australischem Mitschueler. Und ich weiss noch nicht wie ich das finde. Ich glaube, dies ist meine Chance auch mal Streberin zu sein. Ich uebe mich in Geduld und es kann nicht verkehrt sein, nicht durch die spanische Grammatik zu heizen.

Apropos Heizung: Elisa und Sandra fanden es gestern Abend bereits so kalt, dass sie die Heizkoerper starten wollten. Was ihnen nicht gelungen ist. Ich finde es fuer Herbst sehr angenehm und werde hier die naechsten Wochen nicht frieren. Alles nichts gegen Patagonien. Hingegen Ram ueberlegt wann er aus Angst vor der Kaelte die Stadt gen Norden verlaesst. Wuerde mich nicht wundern, wenn wir uns in Peru und Kolumbien wiedersehen.

Die naechsten Abend bin ich bis Samstag immer verabredet, auf Grund von Hobbymangel ist das wunderbar. Die Kletterschule antwortet nicht, die Yogastunden sind morgens um halb sieben, nein danke! Ich vermisse so richtig das Allout und uebe nun Earthdowns in der Wohnung. Und Schwimmbad heisst wohl nicht Piscina, sondern eher Swimmingpool. Zumindest lassen sich unter dem Stichwort nur teure Hotels finden. Ich dachte Schwimmen waere eine gute Idee. Die Stadt hat alles ausser Gruenflaechen;).
Ein hoch auf Bonn!

Mal sehen, wie hier Ostern gefeiert wird. Frei ist von Do bis Sonntag, aber es wuerde mich nicht wundern, dass alle Einkaufsmeilen ihre Laeden oeffnen.
Ich habe nun einen Zeitplan, den ich sicher noch mal ueber den Haufen werde, bis Ende Juli. Das erste Mal fuehlt es sich so an, dass das Ende der Zeit hier nah ist, ziemlicher Quatsch, ich weiss.
Ich brauche einen Flug von Brasilien nach Lima, bei 17 Stunden mit Zwischenstopps, will ich nicht wissen, wie viele Wochen man dafuer Bus fahren muss.

Bis spaetestens zum Wochenende, liebe Gruesse in euren Fruehling!

... comment